Schulprofil Schule Rotweg

WIR...

 

...sind das schönste und älteste (1907) Schulhaus in Horgen mit Blick auf den Zürichsee.

...sind eine gesundheitsfördernde Schule mit Tagesstrukturen und Betreuungsangeboten.

...sind eine Kooperationsschule der PHZH

...stärken die Mitsprache und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler

   (Schülerparlament seit 2014, alle zwei Wochen Klassenrat).

...pflegen eine wertschätzende und kommunikative Beziehung zwischen Schulleitung,  

   Lehrpersonen, Betreuungspersonal, Hauswartung, Eltern und Schülern.

...leben ein reichhaltiges und vielfältiges Schulleben (Jahresmotto, gemeinsame Anlässe).

...handeln Regeln gemeinsam aus und pflegen Rituale (Rotweg-Knigge)

...haben positive Leistungserwartungen und setzen pädagogische Minimalstandards

   konsequent um (pädagogisches Profil).

...arbeiten im Kollegium konsequent zusammen und pflegen unsere Kultur

   (Unterrichtsteams, Parallellehrpersonen, Göttiklassen, Arbeitsgruppen...).

...beziehen unsere Partner (z.B. Elternforum, Eltern) ins Schulgeschehen mit ein.

...haben eine kooperative und professionelle Schulleitung.

...bilden und entwickeln uns stetig weiter und reflektieren unsere Arbeit regelmässig.

Hausaufgaben Schulhaus Rotweg und Gehren

Die Frage der Wirkung von Hausaufgaben wird kontrovers diskutiert. Verschiedene Studien belegen, dass Schule und Freizeitgestaltung unsere Kinder immer mehr belasten und dass einzelne sogar schon im Primarschulalter unter Burnout-Symptomen leiden. Eine wesentliche Rolle sollen dabei auch die Hausaufgaben spielen. Untersuchungen zu Hausaufgaben zeigen, dass diese nur dann wirkungsvoll sind, wenn damit das selbständige Vertiefen zu Hause in kleinen Verarbeitungsmengen trainiert wird. Dieser Erkenntnisse zum Trotz sind grosse Hausaufgabenmengen oft Alltag und viele Eltern verbinden die Qualität einer Schule nach wie vor mit dem Vorhandensein und der Quantität von Hausaufgaben. Zudem sei erwähnt, dass mit der Einführung des Lehrplans 21 die Anzahl Wochenlektionen für die Schülerinnen und Schüler erhöht wurde.

 

Diese Ausgangslage sowie die unterschiedlichen Erfahrungen der Lehrpersonen zur Wirkung der Hausaufgaben haben wir als Anlass für eine Überprüfung der Situation an unserer Schule genommen. Im vergangenen Schuljahr entschieden die Unterstufenlehrpersonen, im Advent keine, respektive nur freiwillige Hausaufgaben, zu erteilen. Diese Massnahme stiess bei den Beteiligten auf sehr positive Resonanz. Anschliessend setzten wir uns an der internen Teamweiterbildung im März 2019 vertieft mit dem Thema Hausaufgaben auseinander. Hieraus ergab sich, dass wir umfassende Informationen zur Hausaufgabensituation an unserer Schule benötigen, um allfällige Anpassungen den Bedürfnissen unserer Schülerschaft entsprechend vorzunehmen. Im Frühling 2019 führten wir Befragungen bei den Lehrpersonen, den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern durch. Hier die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, die sich dabei herauskristallisierten:

  • Wunsch der Eltern nach gemeinsamer Hausaufgabenkultur und Absprachen unter den Lehrpersonen
  • Wunsch der Eltern nach hausaufgabenfreien Tagen
  • Wunsch der Eltern nach zeitlich begrenzten Hausaufgaben
  • viele Eltern erachten Systemwechsel zu im Unterricht integrierten Hausaufgaben als sinnvoll
  • viele Schülerinnen und Schüler empfinden die Hausaufgaben als Belastung
  • viele Schülerinnen und Schüler finden Hausaufgaben wichtig, aber nicht zu viel
  • keine, respektive nur freiwillige, Hausaufgaben im letzten Advent wurden als Entlastung wahrgenommen (Unterstufe)

Schliesslich haben wir nach gründlicher Diskussion der Erkenntnisse im Team folgende Empfehlung zur gemeinsamen Handhabung an unserer Schule ausgearbeitet:

  • Mittwoch und Freitag hausaufgabenfrei
  • Advent hausaufgabenfrei
  • Beschränkung der Zeit, in Anlehnung an die Empfehlung im Kanton Bern
  • Zyklus 1: 30’/Woche
  • Zyklus 2: 45’/Woche

Diese Handhabung erproben wir zwischen Herbst- und Frühlingsferien. Dann überprüfen wir die neue Praxis und nehmen erforderliche Anpassungen vor.

 

Es ist unbestritten, dass bei all unseren Bestrebungen eine positive Unterstützung der Kinder durch das Elternhaus zentral ist. Aus unserer Sicht fördern Eltern ihr Kind am besten, wenn sie es bestärken, die Hausaufgaben selbständig und gewissenhaft zu erledigen. Für die Lehrpersonen ist es zudem wichtig zu erfahren, wenn Eltern oder Erziehungsberechtigte beobachten, dass die Lernenden mit den Aufgaben über einen längeren Zeitraum hinweg überfordert sind oder die Hausaufgaben zur Belastung werden.

Interdisziplinäres Team Beratung

An unserer Schule sind Lehr- und Fachpersonen mit hohen beruflichen Kompetenzen und unterschiedlichen Aufgaben tätig. Wir haben im Schuljahr 2018/19 ein Konzept erarbeitet, welches der Unterstützung von Lehrpersonen dienen soll, die mit erhöhten Anforderungen in ihren Klassen konfrontiert sind. Dafür haben wir ein Gefäss für die interdisziplinäre Zusammenarbeit geschaffen, um die vorhandenen fachlichen Ressourcen in der Schule optimal zu vernetzen und zu nutzen. Das interdisziplinäre Team ist ein koordinierendes und beratendes Gremium. Es ist Anlaufstelle, um herausfordernde Situationen des Schulalltags sowie um Fragen im Zusammenhang mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen zu besprechen. Gemeinsam wird alsdann beraten, welches die nächsten Schritte sein könnten, um die Situation zu verbessern.